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Mit einer überraschenden Bronze-Medaille sind die U14-Wasserballer des HSC Hellas-1899 zurückgekehrt vom Turnier um den Nordpokal in Cuxhaven. Zwei klare Siege und zwei Niederlagen brachten sie mit von der Küste und die Qualifikation für die Vorrunde zum Deutschen U14-Wasserballpokal.

Nach eineinhalb Jahren Stillstand hätte Trainer Heiko Ropers nicht mit der guten Leistung gerechnet, den dritten Platz bezeichnet er als "dicke Überraschung". Zwar fehlte es wegen der mangelnden Trainings- und Spielmöglichkeiten an taktischen Raffinessen, das Corona-Defizit hatten aber auch andere Klubs zu beklagen. Die Hellenen überzeugten mit Kampf und Ausdauer. "Unser Trainingscamp in den Sommerferien hat sich bezahlt gemacht. Wir hatten am Ende mehr Körner als die anderen", sagt Heiko Ropers.
Das bezog er vor allem auf die beiden Erfolge. Dabei hatte sein Team zum Auftakt gegen Gastgeber Neptun Cuxhaven noch hinten gelegen. 2:3 hieß es nach dem ersten Viertel. Doch die Truppe um den starken Linkshänder Silas Raese und Auswahlspieler Laurin Göhres ließ vorne nicht locker, in der Abwehr legte die erst zwölfjährige Greta Schütze den starken Cuxhavener Mark Janzen an die Leine. Am Ende siegte der HSC deutlich mit 17:9.
Ähnlich konzentriert ging das Team gegen HTB 62 Hamburg zu Werke. Im Angriff agierten die 99er hocheffektiv, nutzten nahezu jede Chance und hatten eine optimale Chancenausbeute. Das war im Vorfeld kaum zu erwarten, zumal der HTB mit Luca Zumbra den besten Torwart im Wasser hatte. Das 15:3-Ergebnis täuscht am Ende darüber hinweg, dass die Hamburger ein ähnlich starkes Team am Start hatten, das sich aber früh aufgab und die Niederlage akzeptierte. Den jungen Hellenen war das egal, sie jubelten über das gute Abschneiden.
Allerdings hatten ihnen die Top-Teams zwischenzeitlich deutlich vor Augen geführt, dass die Spitze sehr weit weg ist. Gegen Vize WSW Rostock unterlagen sie 3:18, gegen Pokalsieger White Sharks Hannover sogar mit 2:25. Weiter geht es am 25. und 26. September. Dann reisen sie zur Vorrunde, treffen auf den SV Krefeld 72, die SG Neukölln und Ausrichter SC Neustadt.
Hellas-99: Maximilian Giesler, Benno Weiterer (im Tor); Keith Meier, Stig Telle (2 Tore), Greta Schütze (1), Sahel Faizi (1), Lauritz Bauckholt (1), Silas Raese (16), Maximilian Sukop (1), Laurin Göhres (14), Janus Möller (1), Linus Glöge.


Kaum zu halten: Linkshänder Silas Raese erzielte 16 Tore für Hellas-99 in Cuxhaven. Foto: rwe