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Die Jugend ist nicht aufzuhalten. Unter diesem Motto müssen die Wasserballer des HSC Hellas-1899 die 11:20 (3:6, 1:4, 2:5, 5:5)-Niederlage in der zweiten Bundesliga Nord gegen Spitzenreiter White Sharks II abhaken. Gegen das starke Juniorenteam aus Hannover war für die Hildesheimer nichts zu holen.

Die erste schlechte Nachricht traf bereits vor dem Anpfiff ein. Nationalspieler Fynn Schütze stieg nicht ins Wasser. Wasserball-Bundestrainer Hagen Stamm hatte den 19-jährigen Linkshänder zurückgepfiffen und gebeten, auf Einsätze in der zweiten Liga zu verzichten. „Ich hätte schon Lust gehabt, will mich aber auch nicht darüber hinwegsetzen“, sagte Fynn Schütze.
Mit ihm wäre das Angriffspiel der Hellenen sicher stabiler und gefährlicher gewesen, doch ein Mann alleine reicht nicht. Zumal es in den ersten Minuten nicht schlecht lief. Schon nach 24 Sekunden traf Noah Schütze zum 1:0, bis zum 2:2 zur Mitte des ersten Viertels war das Match ausgeglichen. Doch dann gewannen die aggressiv deckenden Sharks die Oberhand. Nicht die ausgewachsenen Hausherren dominierten fortan im Becken, sondern die durchtrainierte U18-Truppe aus Hannover, die sich mit drei Leuten aus dem Erstligakader verstärkt hatte. Die jungen Athleten der Haie erkämpften die Bälle, verursachten Abspielfehler beim HSC und zogen jeden Konter brutal an. Das war körperbetonter Volldampfwasserball auf hohem Niveau.
„Wir haben uns vor allem in den beiden Anfangsvierteln den Schneid abkaufen lassen, danach war das Ding durch“, ärgert sich Coach Heiko Ropers, erkennt aber auch an: „Die deutlich fittere Mannschaft hat gewonnnen. Da gibt es nichts zu deuteln.“
Erst in der zweiten Hälfte passten sich die Hildesheimer an, gingen ähnlich ruppig zu Werke und eroberten Bälle. Doch nutzten sie ihre Chancen nicht so gut wie die wurfstarken Kontrahenten. Der HSC vergab alle sieben Überzahlspiele und einen Strafwurf. So eine Fehlerquote lässt sich nicht mehr reparieren. Einziger Lichtblick: Den trickreichen Hellas-Routiniers Dragan Dobric (43) und Dirk Schütze (51) gelang es mitunter, einen austrainierten Juniorennationalspieler zum Narren zu machen. Heiko Ropers: „Manchmal gewinnt Pfiffigkeit gegen pure Kraft.“
Hellas-99: Marcel Wiegand, Julian Bleyl (im Tor); Alexander Schwarz (1), Florian Weiterer (1), Dragan Dobric (2), Noah Schütze (1), Dirk Schütze (1), Cilian Schaefer, Malte Jürgens (1), Steven Brager, Julius Witte, Tobias Hoehler (2) und Jan Heinemann (1).

Starker Auftritt: Der erst 16-jährige Hellas-99-Akteur Malte Jürgens setzt sich im Konter gegen die White Sharks durch. Foto: Höhler      

   
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