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Ohne Länderspiel, dafür mit einem sehr guten Gefühl ist Fynn Schütze von seinem ersten Lehrgang mit der Herrennationalmannschaft zurückgekehrt. Drei Tage lang weilte der Hildesheimer Wasserballer zum Vorbereitungstraining in Krefeld auf das Weltligaspiel gegen Kroatien.

„Ich bin wirklich positiv überrascht“, sagt der 19-jährige Linkshänder über sein erstes Mitwirken bei den Großen. Auf Augenhöhe hätten ihn die etablierten Nationalspieler empfangen, in deren Kreis er gut aufgenommen worden sei. „Die Stimmung ist super, das Verhältnis zu den Trainern locker“, schildert Fynn Schütze.
Auch die Rivalität zwischen den Aktiven der ambitionierten Klubs Spandau Berlin und WaSpo 98 Hannover sei nicht zu spüren gewesen, berichtet der Hellene, der sich über ein gut vorbereitetes Umfeld freuen konnte. Unterkunft, Essen und Abläufe seien weitaus professioneller, als er es bisher von den Jugendnationalteams kenne.
Nur sportlich lief es „verständlicherweise“ bei ihm nicht top. Das war mit Blick auf die Schulterverletzung auch nicht zu erwarten. „Ich konnte seit Anfang Dezember nicht mehr auf höchstem Niveau trainieren“, sagt der 1,98 Meter große Wasserballer. Dennoch ist er zufrieden mit seinen Leistungen beim Training, das ihm gut gefiel. Viel Ballarbeit und Würfe oder auch Überzahl und Unterzahl standen auf dem Programm. „Mehr als zwei Einheiten am Tag hätten es aber auch nicht sein dürfen.“ Abends meldete sich die Schulter trotz Behandlung der Physiotherapeuten.
Dass er beim 4:13 vor 500 Zuschauern gegen Weltmeister Kroatien nicht zum Einsatz kam, bedauert der Hildesheimer zwar, doch ist das für ihn auch „selbstverständlich bei meiner Verletzung und dem Trainingszustand“. Bundestrainer Hagen Stamm, der zusammen mit Uwe Brinkmann die Auswahl betreut, habe ihm schon am Anfang des Lehrgangs reinen Wein eingeschenkt und mitgeteilt, dass er nicht zum 13er Kader gehören wird.
So blieb Fynn Schütze die Premiere im A-Team verwehrt, allerdings wäre es für den Neuling auch ein Fehlstart gewesen. Die deutschen Wasserballer waren ohne Chance gegen die favorisierten Kroaten, verschliefen die ersten beiden Viertel und gerieten durch viele Gegenkonter mit 0:9 in Rückstand. „Wir wollten von Beginn an hellwach und konzentriert spielen. Das ist uns nicht gelungen“, kommentierte Chefcoach Hagen Stamm die Pleite in Krefeld.
Dass er nicht dazu gehörte, kann Fynn Schütze also verschmerzen. Er hofft, dass er zu einem späteren Zeitpunkt die Chance bekommt, sich in der Mannschaft zu beweisen. „Die Trainer fanden meine Leistung in Ordnung, gerade mit Blick auf mein Alter.“. Deshalb ist der Hildesheimer auch guter Dinge: „Das war wohl nicht mein letzter Lehrgang mit der Nationalmannschaft.“ rwe

Bild: Ist nach seinem ersten Lehrgang mit der Nationalmannschaft guter Dinge: der Hildesheimer Wasserballer Fynn Schütze. Foto: rwe

   
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