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Nur hauchdünn haben die Wasserballer des HSC Hellas-1899 das erste Play-off-Finale um die Meisterschaft in der zweiten Bundesliga Nord verloren. Mit 11:12 (1:2, 4:1, 1:3, 0:0, 5:6) unterlagen sie nach Fünf-Meter-Werfen im Wasserparadies der Sportlichen Vereinigung Laatzen. Kommenden Freitag um 20.45 Uhr kommt es zum Rückspiel im aquaLaatzium.

Das erste Aufeinandertreffen der beiden Klubs hatte alles, was ein Endspiel haben muss: Spannung, Kampf und einen tragischen Helden. Diese undankbare Rolle kam Fynn Schütze zu, deutschlandweit eines der größten Talente im Wasserball. Der Linkshänder und Perspektiv-Nationalspieler war in diesem Winter zwar für die White Sharks Hannover in der Bundesliga aktiv, hat als Jugendlicher aber auch noch Startrecht für den Hellas-99. Er schnürte in dieser Saison erstmals die Kappe der Hellenen, um seinem Stammverein im Kampf um die Meisterschaft zu unterstützen.

Sein Einsatz kam für die Laatzener überraschend und hob ihre leichte Favoritenstellung in diesem Meisterschaftsderby auf. Und was der 18-jährige Schüler kann, zeigte sich vor allem in den ersten Minuten. Dreimal setzte sich Fynn Schütze in Viertel eins gegen seine Verteidiger durch, scheiterte nur an Gästekeeper Dennis Behrens. Ein Strafwurf wurde ihm wegen Verzögerung abgepfiffen.

Trotz dieser verpassten Chancen dominierten die Hildesheimer das Match und ließen sich auch durch einen 0:2-Rückstand am Anfang nicht aus dem Konzept bringen. Der HSC ergriff immer mehr die Initiative, kämpfte sich bis zum Seitenwechsel durch Treffer von Jan Heinemann, Steven Brager (2) und Fynn Schütze (2) mit 5:3 in Front.

Hinten stand die Hellas-Abwehr um den starken Keeper Marcel Wiegand sicher, doch der Druck vorne ließ im dritten Abschnitt nach. Die Hellenen verloren ihre Linie, setzten ihren Center Steven Brager und auch Fynn Schütze kaum noch gut in Szene. Alexander Schwarz traf zwar noch in Überzahl zum 6:4, ansonsten lief im Sturm nicht mehr viel zusammen. Laatzen dagegen hatte die zweite Luft, glich aus und war dem Siegtreffer am Ende sogar ein wenig näher als die Hausherren.

Wie im Wasserball üblich, ging es beim 6:6 nach dem Schlusspfiff ohne Verlängerung direkt ins Fünf-Meter-Duell, bei dem ausgerechnet Fynn Schütze seine Würfe vergab und die Sportliche Vereinigung somit den ersten Sieg in der Finalserie holte.
„Das war ein gutes Spiel auf Augenhöhe, wir hatten am Ende das nötige Quäntchen Glück“, sagte Laatzens Trainer Carsten Stegen. Sein Gegenüber Dragan Dobric haderte dagegen mit dem Spiel seiner Jungs, die sich ohne Not unter Druck gesetzt haben. „Uns fiel gegen die tiefe Zonenverteidigung zu wenig ein“, ärgerte er sich über die verpasste Chance, den wichtigen Erfolg zu holen.
Klar ist aber auch. Seine Schützlinge haben das Zeug, um in Laatzen zu gewinnen. Sie agierten zwei Viertel lang nicht auf ihrem höchsten Niveau. Das ist aber nötig, will Hellas-99 am kommenden Freitag ein drittes Finale erzwingen.

Im Bild: Tragische Figur im ersten Finale: Hellas-99-Akteur Fynn Schütze lieferte ein starkes Spiel, scheiterte aber im Fünf-Meter-Werfen.
Foto: Höhler
Bericht: Weiterer

   
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