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Was für eine Dramatik gestern im Wasserparadies: Nach einem XXL-Fünfmeter-Werfern haben die U17-Bundesligawasserballern des HSC Hellas-1899 den dritten Platz denkbar knapp verpasst. Sie gewannen das Rückspiel gegen die SG Neukölln zwar mit 18:17 (2.2, 5:2, 3.2, 1:3, 7:8), hatten aber das Hinspiel am Freitag mit 8:10 verloren und waren somit in der Addition um ein Tor schlechter. Damit durften die Berliner jubeln am Ende eines Krimis, in dem die Hellenen zwischenzeitlich ganz nah dran waren am Happy-End und ihrem Ziel, die Saison mit Bronze zu vergolden.

Doch im Sport liegen zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt oft nur wenige Zentimeter.  Ausgerechnet Nationalspieler Fynn Schütze, der mit sechs Treffern ein ganz starkes Spiel gemacht hatte, knallte den elften und entscheidenden Fünfmeter unter die Querlatte. Der Linkshänder wurde zur tragischen Figur in einem Duell, in dem die Hildesheimer zuvor zwei Matchbälle vergeben hatten.
Den ersten hatten sie Mitte des dritten Viertels. Da war es ihnen gelungen, sich mit einer starken Abwehrleistung und einem guten Torwart Moritz Müller mit fünf Toren abzusetzen und ein kleines Polster aufzubauen. 9:4 lagen sie vorne. „Die Jungs waren leider einfach zu nervös, den Sack zuzumachen“, sagt Trainer Dragan Dobric, der mit ansehen musste, wie das Team von der Rolle kam.
Denn die Neuköllner wurden ruppiger, brachten mehr Hektik ins Wasser, und die Hildesheimer ließen sich anstecken. Ihnen unterliefen wie schon im Hinspiel mehrere individuelle Fehler. Neukölln verkürzte Tor um Tor und rettete sich mit dem 9:11 knapp zwei Minuten vor dem Ende ins Fünf-Meter-Werfen, das zum Drama im Drama wurde.
Denn nach zwei Fehlwürfen von Kapitän Florian Weiterer und Viktor Mijokovic sahen die Gäste schon wie die Sieger aus, doch HSC-Keeper Müller parierte gleich drei Würfe hintereinander. Da hatten die Hellenen ihren zweiten Matchball, doch den parierte SG-Torwart Finn Dörries.  Viermal ging es hin und her, beide Teams trafen – bis Schützes Aufsetzer unter die Latte krachte. „Wir hatten am Ende einfach nicht das nötige Glück“, bedauert Dobric, dass sein Team trotz starker Auftritte als Vierter mit leeren Händen dasteht.
Die Meisterschaft ging wie erwartet an den Titelverteidiger White Sharks Hannover, der nach einer überraschenden 7:10-Schlappe beim OSC Potsdam das Rückspiel klar mit 12:6 gewann.
Hellas-99: Moritz Müller (im Tor); Vinzent Stoffer, Alan Selman (2), Florian Weiterer (2), Fynn Schütze (7),  Jonas Boyemann, Cedric Aschenbach, Niklas Renner, Oscar Schmucker (1), Kevin Hollemann (2), Viktor Mijokovic (4), David Holze, Noah Schütze.

   
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