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Sie saßen ausgelaugt und den Tränen nah am Beckenrand: Trotz guter Leitung, großartigem Kampf und einer Aufholjagd hat es für die U17-Bundesligawasserballer des HSC Hellas-1899 gegen den OSC Potsdam im ersten Play-off-Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft nicht ganz gereicht. 9:10 (2:3,2:4,2:0,3:3) stand nach 32 packenden Spielminuten auf der Anzeigentafel, die eine Minute zuvor noch mit 9:8 für die Hildesheimer geleuchtet hatte.

Aber der Reihe nach. Die Zuschauer im Wasserparadies erlebten ein tolles Wasserballspiel mit viel Tempo und zwei U17-Teams, die taktisch klug agierten. HSC-Trainer Dragan Dobric ließ eine flexible und offensive Zone spielen, um den bundesligaerfahren OSC-Center Daniel Reimer abzuschirmen.  Das funktionierte vor allem deshalb, weil HSC-Torwart Moritz Müller eine ganz starke Vorstellung ablieferte und in der zweiten Spielhälfte nahezu alle Fernwürfe entschärfte.
Zugleich lieferten sich Top-Spieler Fynn Schütze und sein Potsdamer Nationalmannschaftskollege Thilo Popp fast die ganze Zeit über ein Duell Mann gegen Mann, das der Hildesheimer mit 3:2 Toren knapp für sich entschied. Das Match ging am Ende aber an die Brandenburger, weil sie im Abschluss etwas mehr Fortune hatten und den Hellenen vorne ab und an die nötige Geduld fehlte, auf ihre Chance zu warten und Center Viktor Mijokovic optimal zu bedienen.
Die ersten beiden Viertel gehörten den Gästen, sie führten mit 4:2. Der HSC glich zunächst aus zum 4:4, doch zum Seitenwechsel führte Potsdam erneut mit 7:4. Die Hellas-Jungs blieben aber am Ball, ackerten in der Abwehr und zogen jeden Konter an. Ihr Fleiß wurde belohnt. Anfang des Schlussquartals gelang  ihnen erneut der Ausgleich zum 7:7, und auch das 7:8 warf sie nicht um. Die Hausherren trafen postwendend zum 8:8 und erzielten eine Minute vor dem Ende mit dem 9:8 ihre erste Führung. Ein Happy-End in diesem Duell schien möglich, doch Potsdam zeigte Nehmerqualitäten. OSC-Kapitän Reimer traf im Gegenzug zum Ausgleich und sechs Sekunden vor dem Ende per exzellenter Rückhand sogar noch zum 10:9-.
Auch wenn es sich für die traurigen Hildesheimer so anfühlte, verloren ist das Halbfinale noch nicht, sie gehen mit einem knappen Rückstand in die nächsten 32 Minuten. Ein Erfolg mit zwei Toren und sie wären im Finale. „Das wird schwer auf dem großen Feld“, sagt HSC-Doppeltorschütze Alan Selman. Doch die Partie sollte ihm und seinen Kameraden Mut machen. Die Ausdauer stimmt beim Hellas, der im dritten und Viertel das bessere Team stellte und auch schwimmerisch überzeugte.
„Das Halbfinale war ein echtes Highlight“, lobt  HSC-Herrentrainer Heiko Ropers, der als Assistent mit auf der Bank saß, die Leistung der Jungs. In Potsdam müssten sich die Spieler in der Zone noch  mehr  gegenseitig helfen. „Wir haben eine tolle Moral gezeigt. Da ist noch alles drin.“
Hellas-99: Moritz Müller (im Tor); Julius Jung, Alan Selman (2), Florian Weiterer (2), Fynn Schütze (3), Jonas Boyemann, Cedric Aschenbach, Niklas Renner, Oscar Schmucker, Kevin Hollemann (1), Viktor Mijokovic (1), David Holze, Noah Schütze.  

   
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